Dank refraktivem Augenlasern endlich auf eine Brille verzichten können – für viele Menschen wird dieser Traum nach dem Eingriff wahr. Doch kann man sich auf die Ergebnisse dauerhaft verlassen?

Nachfolgend erklären wir, wie lange das Augenlasern hält und welche Faktoren die Haltbarkeit beeinflussen können. Weitere Informationen erhalten Sie außerdem in einem ausführlichen Beratungsgespräch. Hier prüfen wir auch direkt, ob Ihre Augen für die Behandlung geeignet sind.

Augenlasern Haltbarkeit – alles Wichtige auf einen Blick

  • Beim Augenlasern wird die Hornhaut dauerhaft umgeformt. Dadurch wird das Sehen ohne Brille über viele Jahre stabil möglich.
  • Natürliche Alterungsprozesse wie Alterssichtigkeit werden durch den Eingriff nicht beeinflusst. Sie können später wieder eine Sehhilfe erforderlich machen.
  • Alter, Ausgangsfehlsichtigkeit, Stabilität der Sehstärke und individuelle biologische Faktoren können die Haltbarkeit beeinflussen.
  • In seltenen Fällen kann es zu Regressionen kommen; Nachkorrekturen sind möglich.

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Definition: Was bedeutet "Haltbarkeit" beim Augenlasern

Das Augenlasern ist ein Eingriff, der eine dauerhafte Korrektur der Sehschwäche ermöglicht. Dies ist jedoch nicht gleichbedeutend mit einer Garantie für lebenslang unveränderliche Sehkraft. Denn so wie jedes andere Organ des menschlichen Körpers ist auch das Auge verschiedenen natürlichen Veränderungsprozessen unterworfen. Auf diese hat das Augenlasern keinen Einfluss. 

Augenlasern mit Langzeitwirkung: Was passiert beim Eingriff?

Beim refraktiven Augenlasern mit PRK, LASEK oder Trans-PRK wird die Hornhaut des Auges physisch umgeformt. Dadurch verändert sich die Brechkraft im Auge, was Kurz- oder Weitsichtigkeit ausgleichen kann. Zudem werden Hornhautverkrümmungen behoben. Da die Hornhaut nicht nachwächst, ist die Neumodellierung normalerweise über viele Jahre stabil.

In Ausnahmefällen kann es nach der OP zu einer leichten Regression kommen (Rückkehr der Fehlsichtigkeit). Diese ist jedoch oftmals nicht klinisch relevant. Sie fällt den Patienten daher meist gar nicht auf.

Wichtig: Das Augenlasern stoppt nicht den natürlichen Alterungsprozess des Auges. Insbesondere die Alterssichtigkeit (Presbyopie), die sich meist ab Mitte 40 bemerkbar macht, wird durch das Lasern nicht gemindert. Daher kann diese im späteren Verlauf wieder die Verwendung einer Sehhilfe erforderlich machen. Auch auf Augenerkrankungen wie Grauer Star (Katarakt) hat das refraktive Lasern keinen Einfluss.
 

Welche Faktoren beeinflussen die Haltbarkeit des Augenlaserns?

Die Haltbarkeit des Augenlaserns ist nicht allein vom Eingriff abhängig. Wie lange Patienten nach der OP auf eine Brille verzichten können, wird durch individuelle Voraussetzungen, biologische Reaktionen und äußere Faktoren beeinflusst. Im Vorfeld ist daher eine umfassende Untersuchung wichtig, um die Voraussetzungen für das Augenlasern zu prüfen. So gelingt es, die bestmögliche Ausgangsbasis für stabile Langzeit-Ergebnisse zu schaffen.

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Faktor 1: Alter des Patienten

Erfahrungsgemäß kann das Augenlasern bei jüngeren Patienten zwischen 21 und 40 Jahren langjährig stabile Ergebnisse erzielen. Bei älteren Patienten kann Alterssichtigkeit ein Ausschlussgrund für die OP sein oder im späteren Verlauf dafür sorgen, dass trotz Augenlasern wieder eine Brille getragen werden muss. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um eine Verschlechterung der OP-Ergebnisse, sondern um einen separat verlaufenden Prozess, der die Sehkraft einschränkt.

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Faktor 2: Ausgangsfehlsichtigkeit

Moderate Dioptrienwerte sind eine gute Ausgangsbasis für eine stabile Langzeitwirkung beim Augenlasern. Eine starke Kurz- oder Weitsichtigkeit mit höheren Dioptrienwerten geht manchmal mit einem höheren Risiko für Veränderungen im Langzeitverlauf einher. Das liegt daran, dass größere Gewebemengen abgetragen werden müssen. Zudem kann in der Folge die biologische Heilung einen stärkeren Einfluss haben.

3 Faktor 3: Stabile Fehlsichtigkeit vor der OP

Langfristig stabile Dioptrienwerte vor der OP sind eine wichtige Voraussetzung, damit das Augenlasern lange hält. Deshalb führen wir den Eingriff normalerweise nur durch, wenn die Fehlsichtigkeit über einen Zeitraum von mindestens 2 Jahren stabil war. Denn wenn sich die Sehstärke bereits vor der OP laufend verändert, kann sich dieser Trend auch nach dem Eingriff fortsetzen.

4 Faktor 4: Biologische und Lebensstil-Faktoren

In den ersten Wochen und Monaten können individuelle Heilungsprozesse sowie die Umsetzung der Nachsorge-Empfehlungen einen Effekt auf die Regeneration des Auges haben. Dadurch können sie zumindest indirekt auch die Haltbarkeit der Ergebnisse beeinflussen. Auf lange Sicht können biologische Veränderungen, wie etwa Hormonschwankungen in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, die Sehkraft verändern. Umso wichtiger ist es, den Zeitpunkt für die OP optimal abzustimmen.

Zeitlicher Verlauf: Wann merkt man die Ergebnisse nach der OP?

Der Heilungsverlauf nach dem Augenlasern verläuft stets individuell. Viele Patienten bemerken erste Verbesserungen der Sehkraft schon nach wenigen Tagen. Bis zur vollständigen Stabilisierung der Sehkraft können wiederum bis zu 12 Wochen vergehen. Die endgültige Beurteilung der Haltbarkeit ist erst im Anschluss möglich. Frühe Schwankungen können vorkommen und sind kein Hinweis auf mangelnde Dauerhaftigkeit.

Aus der Forschung: Wie lange hält das Augenlasern?

Langzeituntersuchungen zeigen, dass das Augenlasern mit Methoden wie PRK auch über einen Zeitraum von 10 Jahren und mehr sicher und stabil ist. Spätkomplikationen treten nur selten auf und zu einer klinisch relevanten Regression kommt so gut wie nie. Einzig bei der Effektivität besonders hoher Korrekturen kann es im Langzeitverlauf zu Abstrichen kommen.

Hinweis: Die Ergebnisse basieren auf einer Literaturrecherche und der Auswertung von 4 Studien zu PRK mit insgesamt 666 Augen.

https://doi.org/10.1007/s00347-021-01449-7, https://link.springer.com/article/10.1007/s00347-021-01449-7 (Datum des Zugriffs: 12.01.2026)

 

Aus der Praxis: Wie häufig sind Nachkorrekturen nötig?

Bei einer Regression kommt es zu einer minimalen Verschiebung der Hornhaut zurück in ihre Ausgangsposition. Daher kann nach dem Augenlasern eine Veränderung der Refraktion (Brechkraft) entstehen. Eine Regression tritt meist in den ersten 6–12 Monaten nach dem Eingriff auf. Sie kommt in der Regel nur bei sehr stark ausgeprägter Ausgangsfehlsichtigkeit vor. Auch Abweichungen bei der Hornhautregeneration oder das Nicht-Einhalten der Nachsorgeempfehlungen können einen Einfluss haben.

Aus klinischer Sicht ist die Regression oftmals nicht relevant. Das bedeutet, dass Patienten trotzdem auf eine Sehhilfe verzichten können. Bei auffälligen Veränderungen kann eine Nachkorrektur erfolgen.
 

Augenlasern und Haltbarkeit – transparent beraten, individuell behandeln

Das Thema Haltbarkeit spielt für viele Patienten beim Augenlasern eine wichtige Rolle. Deshalb legen wir großen Wert auf eine transparente Beratung sowie umfassende Voruntersuchungen. Wir möchten, dass Sie sich auf Basis einer klaren Aufklärung und realistischer Prognosen für den Eingriff entscheiden. 

Profitieren Sie von unserer mehr als 20-jährigen Berufserfahrung, modernen Praxisstrukturen und einem empathischen Team. Vereinbaren Sie einen unverbindlichen Beratungstermin. Wir freuen uns auf Sie.

FAQ zur Haltbarkeit des Augenlaserns

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Kann es sein, dass ich nach dem Augenlasern wieder eine Brille brauche?

In seltenen Fällen kann eine Brille im späteren Verlauf erforderlich werden, zum Beispiel bei Alterssichtigkeit oder anderen natürlichen Veränderungen am Auge. Die ursprüngliche Korrektur durch den Laser bleibt hingegen in der Regel stabil. 

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Wie wirkt sich die Nachsorge auf die Haltbarkeit des Augenlaserns aus?

Das Einhalten der Nachsorgeempfehlung unterstützt den Heilungsverlauf. Dazu gehören die regelmäßige Verwendung von Augentropfen, Schonung der Augen und die Wahrnehmung von Kontrollterminen. Abweichungen von den Empfehlungen können das Ergebnis der OP beeinflussen (Regression). Auf die langfristige Stabilität haben sie hingegen eher keinen Einfluss.

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Welche Auswirkungen hat eine Nachkorrektur auf die Haltbarkeit?

Nachkorrekturen sind nur selten erforderlich. Sollte eine Regression einen solchen Eingriff erfordern, ist das Ziel die Wiederherstellung der langfristigen Stabilität. 

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Ihr Ansprechpartner

Dr. Neugebauer

Dr. Andreas Neugebauer Facharzt und Laserspezialist
KRC-Zertifikat
  • Studium an der Universität Jena // Facharztausbildung an der Augenklinik des Helios-Klinikums Erfurt // Facharzt seit 2008 // Niederlassung 2009
  • Mitgliedschaft Berufsverband der Augenärzte e. V. // Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Ophthalmochirurgie Thüringen (AOT)
  • Zertifikat Augenlasern