Brillen und Kontaktlinsen können beim Sport hinderlich sein. Viele Sportlerinnen und Sportler entscheiden sich deshalb für eine Laser-OP bei Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit. Doch was ist beim Augenlasern und Sport wichtig?

 

Wir erklären nachfolgend, wann Sport nach dem Augenlasern wieder möglich ist und welche Einschränkungen gelten können. Weitere Informationen geben wir Ihnen gern in einem ausführlichen Beratungsgespräch.

Augenlasern Sport – alles Wichtige auf einen Blick

  • Viele Sportlerinnen und Sportler mit Kurz- oder Weitsichtigkeit können nach dem Augenlasern auf eine Sehhilfe verzichten.
  • Nach der Behandlung muss zunächst eine Zeitlang auf Sport verzichtet werden, um den Heilungsverlauf zu unterstützen.
  • Der richtige Zeitpunkt für die Wiederaufnahme des Trainings sollte immer ärztlich abgeklärt werden.
  • Für schonende Sportarten gelten andere Wartezeiten als für belastungs- und kontaktintensive Sportarten.

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Augenlasern und Sport – wichtige Aspekte für Aktive

Viele Sportlerinnen und Sportler interessieren sich für das Augenlasern, weil sie bei sportlichen Aktivitäten nicht mehr auf Brille oder Kontaktlinsen angewiesen sein möchten. Schließlich können Sehhilfen das Verletzungsrisiko erhöhen und sind außerdem oft unpraktisch. Sie können beschlagen, verrutschen, den Bewegungsradius einschränken oder erhöhen im Fall von Kontaktlinsen beim Schwimmen das Infektionsrisiko.

Langfristig bietet das Augenlasern vielen sportlich aktiven Menschen die Chance auf eine Korrektur der Fehlsichtigkeit, sodass sie keine Sehhilfe mehr tragen müssen. Die genauen Ergebnisse sind immer abhängig von den individuellen Voraussetzungen sowie der gewählten Behandlungsmethode.

Hinweis: Das Augenlasern verbessert nicht die sportliche Leistung, sondern kann lediglich Kurz- und Weitsichtigkeit sowie Hornhautverkrümmung behandeln. 

Was ist beim Augenlasern im Zusammenhang mit Sport wichtig?

Damit das Augenlasern als Behandlungsmethode in Frage kommt, müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt werden. Diese werden vorab im Rahmen von ausführlichen Voruntersuchungen überprüft. Zudem sollte das Behandlungsverfahren an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Verfahren wie PRK, LASEK oder Trans-PRK können unterschiedliche Vorteile für sportlich Aktive haben.

Neben dem Ausschluss von Kontraindikationen und der Wahl des passenden Behandlungsverfahrens ist die Einhaltung der Nachsorgeempfehlungen essenziell. So wird der Heilungsprozess optimal unterstützt. 

Wichtig: Da der Heilungsverlauf immer von individuellen Faktoren abhängt, gilt: Wann Sport nach dem Augenlasern wieder uneingeschränkt möglich ist, sollte individuell mit dem behandelnden Arzt bzw. der Ärztin geklärt werden.

Heilungsverlauf nach dem Augenlasern

In den ersten Tagen nach der Behandlung kann die Sicht leicht verschwommen sein. Ein vermehrter Tränenfluss sowie Fremdkörpergefühle sind möglich. Die Sehschärfe stabilisiert sich bei optimalem Heilungsverlauf innerhalb der ersten Wochen. Dennoch sollten die Augen zunächst vor Überlastung geschützt werden.

 

Bei optimalem Heilungsverlauf ist die volle visuelle Belastbarkeit nach etwa 2–4 Wochen wiederhergestellt (abhängig vom Verfahren). Viele Sportarten können dann wieder ausgeübt werden. Um Augenreizungen zu vermeiden, gelten dabei eventuell bestimmte Vorsichtsmaßnahmen.

Welche Risiken bestehen beim Sport nach Augenlasern?

Wenn Sport nach dem Augenlasern zu früh ausgeübt wird, besteht ein Risiko für Komplikationen. Dazu gehören:

  • Infektionen durch Chlorwasser oder Schweiß
  • Trockene Augen durch Schweiß, Wind oder Klimaanlage
  • Reizung durch UV-Belastung bei ungeschützter Outdoor-Aktivität

Tipp: Um den Kontakt der Augen mit Schweiß zu minimieren, wird das Tragen eines Stirnbandes empfohlen. 

Sport nach dem Augenlasern – Welche Sportarten sind wann erlaubt?

Zur besseren Übersicht geben wir nachfolgend Hinweise dazu, wann welche Sportarten nach dem Augenlasern wieder möglich sind. Hierbei handelt es sich um unverbindliche Durchschnittsangaben auf Basis von Erfahrungswerten. Individuelle Empfehlungen sollten stets ärztlich abgeklärt werden – ohne ärztliche Freigabe sollte auf das Training verzichtet werden.

1

Leichtes Belastungsniveau:

Yoga, Radfahren, Laufen, Wandern sind abhängig vom Heilungsverlauf oft schon nach rund 7 Tagen wieder möglich. Beim Radfahren oder Laufen sollten die Augen explizit vor Staub, Schmutz, Pollen etc. geschützt werden.

2

Mittleres Belastungsniveau:

Krafttraining, Tennis oder Squash sind häufig nach etwa 2–6 Wochen wieder möglich. Im Idealfall sollte bei Outdoor-Aktivitäten eine Brille getragen werden, um die Augen vor dem Eindringen von Fremdkörpern zu schützen.

3 Hohes Belastungsniveau:

Klettern, Fußball, Handball, Basketball und Kampfsport werden oft erst nach etwa 4–8 Wochen Wartezeit empfohlen. Da es sich hier um Kontaktsportarten handelt, sollten die Augen gegebenenfalls durch eine spezielle Sportbrille geschützt werden.

4 Augenlasern und Schwimmen:

Beim Schwimmen nach dem Augenlasern besteht ein erhöhtes Risiko für Infektionen und Reizungen. Deshalb sollte im Idealfall eine Schwimmbrille getragen werden. Die individuelle ärztliche Freigabe erfolgt durchschnittlich nach 2–6 Wochen.

Augenlasern und Sport – individuelle Voruntersuchung, Behandlung und Nachsorge

Das Augenlasern kann für viele Sportlerinnen und Sportler mehr Flexibilität und Freiheit beim Training ermöglichen. Wann Sie nach dem Eingriff wieder Sport treiben können, hängt jedoch vom individuellen Heilungsverlauf und weiteren Faktoren ab. Deshalb legen wir großen Wert auf eine transparente Aufklärung zum Thema Augenlasern und Sport.

Bei Interesse können Sie einen Beratungstermin in unserer Praxis in Erfurt vereinbaren. Hier steht Ihnen ein Team mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung zur Seite. Wir freuen uns auf Sie.

FAQ zu Augenlasern und Sport

1

Ist das Augenlasern für Sportler sicher?

Das refraktive Augenlasern ist eine seit Jahren bewährte Behandlungsmethode zur Korrektur von Kurz- und Weitsichtigkeit sowie Hornhautverkrümmung. In den ersten Wochen nach der Laser-OP sollten sportliche Einschränkungen jedoch unbedingt eingehalten werden, um den Heilungsverlauf nicht zu gefährden.

2

Beeinflusst Sport die Heilung nach dem Augenlasern?

Ja, Sport kann den Heilungsverlauf beeinflussen. Intensive Belastung mit Pressatmung oder Augenreiben kann zu Hornhautreizungen führen. Während des Trainings kann brennender Schweiß, der in die Augen läuft, die noch empfindliche Augenoberfläche stark reizen. Nach einer Augenlaser-Operation sollten Sie daher besonders darauf achten, Schweißbildung im Gesicht zu vermeiden oder direkt sanft abzutupfen, um Infektionen und Irritationen vorzubeugen.

3

Wann sollten Augen beim Sport besser noch geschont werden?

Treten Symptome wie verschwommenes Sehen, Rötungen, Schmerzen oder Fremdkörpergefühle auf, sollte das Training umgehend unterbrochen werden. Auch bei starker Trockenheit oder Lichtempfindlichkeit ist eine Pause empfohlen. Zusätzlich kann es ratsam sein, die behandelnde Ärztin bzw. den Arzt zu kontaktieren.

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Ihr Ansprechpartner

Dr. Neugebauer

Dr. Andreas Neugebauer Facharzt und Laserspezialist
KRC-Zertifikat
  • Studium an der Universität Jena // Facharztausbildung an der Augenklinik des Helios-Klinikums Erfurt // Facharzt seit 2008 // Niederlassung 2009
  • Mitgliedschaft Berufsverband der Augenärzte e. V. // Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Ophthalmochirurgie Thüringen (AOT)
  • Zertifikat Augenlasern