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Makulopathie

Die altersassoziierte Makulopathie bzw. Makuladegeneration (AMD) ist in Europa die häufigste Ursache für eine dauerhaft erhebliche Sehverschlechterung bei Patienten über 50 Jahren. 88 Prozent der "Erblindungen" nach der gesetzlichen Definition (d.h. starke Seheinschränkungen mit deutlicher Behinderung im Alltag, nicht absolute Dunkelheit) im höheren Alter gehen auf ihre Kosten.

Es handelt sich dabei um eine gehäuft im Alter auftretende Erkrankung der Netzhaut. Betroffen ist immer nur die Mitte der Netzhaut, die Makula, die durch Zellabbau mit eventuell begleitenden Schwellungen und Blutungen geschädigt und manchmal ganz zerstört wird.

Die zwei Hauptformen

Im Prinzip unterscheidet man 2 Hauptformen, je nachdem ob es zur Bildung neuer Blutgefäße gekommen ist oder nicht.

Die trockene Makulopathie (ohne Gefäßneubildung) verläuft meist leichter und langsamer. Die feuchte Makulopathie (mit Bildung neuer Blutgefäße) führt kurzfristiger zu erheblichen Schäden und meist zum Verlust des Lesevermögens.